27. Januar – Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: Bei uns war alles ganz normal

Mi, 08. Februar 2023
19.00 Uhr
Landeszentrale für politische Bildung, Birkenstr. 20-21, 28195 Bremen


Memoiren einer niederländisch-jüdischen Sängerin in Deutschland

In ihren Memoiren hat sich Ruth Frenk etwas von der Seele geschrieben, was unbedingt lesenswert ist: Ein Stück niederländisch-deutsch-jüdischer Geschichte und Zeitgeschichte. Die Gesangslehrerin ist 1946 als Tochter niederländisch-jüdischer Bergen-Belsen-Überlebender in Rotterdam geboren, lebte in Amsterdam, Genf, New York und seit 1974 in Konstanz am deutschen Bodensee. Eigentlich wollte sie Opernsängerin werden, wurde dann Gesangslehrerin mit eigener Gesangsklasse, war längere Zeit im Vorstand des Bundesverbandes Deutscher Gesangpädagogen und ist seit 30 Jahren Vorsitzende der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in der Bodenseeregion. Buchvorstellung von Ruth Frenk, Konstanz.

Vor 76 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Hier ermordeten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen. Seit 1996 ist der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz, offizieller Gedenktag der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer des Nationalsozialismus. Seit vielen Jahren koordinieren die Landeszentrale für politische Bildung und der Verein Erinnern für die Zukunft e.V. in Bremen ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, welches zeitlich weit über den 27. Januar hinausgeht. Der Schwerpunkt der diesjährigen zentralen Gedenkveranstaltung sowie mehrerer weiterer Beiträge befasst sich mit dem deutschen Vernichtungskrieg in Osteuropa als Leerstelle im öffentlichen Gedächtnis - und als Weckruf.


Eintritt frei!
Weitere Informationen unter > www.landeszentrale-bremen.de und > www.erinnernfuerdiezukunft.de
Kontakt: Landeszentrale für politische Bildung Bremen
Tel.: 0421 - 361 292 2

Titelbild Flyer Gedanken