Gedenkprogramm 27. Januar – Das Schweigen des Herrn Hassler

Di, 01. März 2022
19.00 Uhr
Bürgerhaus Obervieland, Alfred-Faust-Straße 4, 28279 Bremen


Wo waren sie? Was haben sie getan? Was gefühlt? Woran geglaubt? Heide Marie Voigt befragte in den 90er Jahren deutsche Weltkriegsveteranen. Wir haben nun aus deren Antworten einen langen, so beklemmenden wie grotesk anmutenden Monolog zusammengefügt: Der so vordergründig nüchterne Erlebnisbericht gerät im Laufe des Stückes zur hakenschlagenden Flucht vor den Fragen und dem eigenen Gewissen. Es wird schmerzlich klar: Der Krieg frisst alle - nicht nur die Opfer, auch die Täter. Siegreich bleibt nur der Schmerz, und der wird wie ein verdecktes Blatt an die nächste Generation weitergereicht.Eine inszenierte Lesung mit Heide Marie Voigt, Martin Heckmann und Lennart Hinz.

Vor 77 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Hier ermordeten die National- sozialisten zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen. Seit 1996 ist der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz, offizieller Gedenktag der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer des National- sozialismus. Seit vielen Jahren koordinieren die Landeszentrale für politische Bildung und der Verein ›Erinnern für die Zukunft e.V.‹ in Bremen ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, das zeitlich weit über den 27. Januar hinausgeht. Der Schwerpunkt der diesjährigen zentralen Gedenkveranstaltung sowie mehrerer weiterer Vorträge soll in diesem Jahr den Menschen gewidmet werden, die während der nationalsozialistischen Diktatur als sogenannte «Asoziale» und «Berufsverbrecher» verfolgt wurden.


Eintritt frei!
Anmeldung erforderlich beim Bürgerhaus Obervieland Tel.: 0421 - 696 730 20 > info@bgo-bremen.de
Nähere infos > www.politische-bildung-bremen.de
Veranstalter: Heinrich Boll Stiftung Bremen
> kontakt@boell-bremen.de
Tel.: 0421 - 352 368
Kooperationspartner: Bürgerhaus Obervieland
Diese Veranstaltung ist Barrierefrei.