Gerrit Wustmann über Weltliteratur

Mo, 15. November 2021
19.30 Uhr

Falstaff
Schulstraße 26
28199 Bremen


Weltliteratur – Warum wir ein neues Literaturverständnis brauchen 

Egal ob es um Rezensionen im Feuilleton geht, um Uni-Seminare, um Bestenlisten der „wichtigsten“ Werke oder um die Lektüren im Schulunterricht: Das literarische Schaffen von Autor*innen aus Asien, Afrika und Lateinamerika wird meist ausgeklammert – aus Unkenntnis und vielen weiteren Gründen.

In seinem kenntnisreichen Essay zeigt der Schriftsteller und Journalist Gerrit Wustmann nicht nur, was uns dadurch alles entgeht, sondern auch, wie einseitiges Lesen unseren Blick auf die Welt verzerrt. Von Goethes Begriff der Welt-Literatur bis zum heute alltäglichen Austausch einer globalisierten Literaturszene hat sich zwar viel getan. Aber die noch immer einseitige Verwendung des Begriffs zeigt auch, dass wir noch einen weiten Weg vor uns haben.

Gerrit Wustmann, geboren 1982 in Köln, ist freier Schriftsteller und Journalist. Er schreibt u.a. für Qantara (Deutsche Welle) und 54books über Weltliteratur, seine Beiträge erscheinen außerdem bei WDR, taz, Heise online, Der Freitag und weiteren Medien.

Er hat bislang zehn Bücher veröffentlicht, darunter eine deutsch-türkische Lyrik-Trilogie über Istanbul, die auch in der Türkei erschienen ist. Seine Gedichte wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter Arabisch, Persisch, Türkisch, Griechisch und Italienisch. Für seine literarische Arbeit erhielt er mehrere Stipendien, außerdem den postpoetry.NRW Lyrikpreis 2012 und den Förderpreis für junge Künstler*innen des Landes NRW 2015.


Eine Veranstaltung des Sujet Verlag und der bremer shakespeare company in Kooperation mit dem globale° Festival und dem Bremer Rat für Integration.