Heide Marie Voigt – Marias Geschichte

Mo, 01. November 2021
19.30 Uhr

Gemeindezentrum Unser Lieben Frauen, H. H. Meier-Allee 46


Es geht um das Männlein - und die Mützenmänner in Mückenstadt, die mitmachten im Krieg.
Es geht um das Schweigen über eine Kriegskindheit.
Um die Lücke im Selbst, die ‚normal‘ ist.

Der Spiegel ist zerbrochen unter der Gewalt des Krieges. Die Lücke im Selbst bleibt, die Lücke, die durch das Trauma ‚Missbrauch‘ entstandt. Abgespalten. Sie erinnert sich nicht.

Maria war ein kleines Kind. Maria ist Kriegskind. Ein Leben lang. Ihre Geschichte lässt sich nur zersplittert erzählen. Die Scherben zu einem Bild zusammen zu fügen ist die Arbeit eines ganzen Lebens.

Wenn das Schweigen gebrochen wird, können wir von einander lernen:
Was ist Würde? Für Dich? Für mich? Was ist: Nicht mitmachen im ‚mainstream‘?
Das Wort „Würde“ fasst das Unfassbare des Lebens in das Regelsystem „Verfassung“.
Würde ist Aura, nicht Besitz. Die körperlich und psychisch begrenzten Formen der Würde einer Person wollen immer wieder ausgetestet und verteidigt werden.

Heide Marie Voigt

Heide Marie Voigt

Künstlerin, Autorin, mit zahlreichen Lesungen, Veröffentlichungen, Vorträgen, Ausstellungen und Auftritten u. a. in Berlin, Dresden, Leipzig, Würzburg, Gmunden (Österreich), Segulda (Lettland) und Organisatorin von Kulturprojekten, u. a. 2015 bis 2021 Gastgeber Sprache Literaturfestival in Bremen Nord, 2009 bis 2015: zwiesprache lyrik, 1997 Initiatorin der Öffentlichen Rundgespräche im Rahmen der Ausstellung Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht.


Nähere Informationen: > www.kirche-bremen.de
Veranstalter: Ev. Gemeinde von Unser Lieben Frauen

 

Buchcover von "Marias Geschichte" von Heide Marie Voigt
Porträt von Heide-Marie Vogt
© Lichtblau Photography