Literatur an Ort und Stelle: Yoko Tawada in Hamburg

25. – 30. September 2022
Hamburg


Der Urgroßvater hatte all diese Worte, die toten und die, die nicht mehr benutzt wurden, in seinem Kopf. Altes Geschirr und unbrauchbares Spielzeug warf er sofort weg. Aber die unbrauchbar gewordenen Wörter bewahrte er in den Schubladen seines Gehirns.

                                                                               (Yoko Tawada)

Yoko Tawada ist eine Sendbotin, die in ihrem Werk über alle Grenzen geht ohne den Blick auf die Poesie zu verlieren. Auch wenn nach einer Katastrophe in Japan das Ökosystem kollabiert ist und die Alten immer weiter arbeiten, weil die Jungen kaum überleben können, bleibt die Magie der Sprache. Und bevor wir in hunderttausend Jahren alle Kraken sein werden, begegnen wir in Hamburg auf vielen Wegen der Autorin.

Literatur an Ort und Stelle

Die Topographie der deutschen Literatur ist dezentral: Kulturelle
Knotenpunkte liegen nicht nur in den großen Metropolen, sondern auch in der „Provinz“. Diese reiche Vielfalt hat unsere Literaturgeschichte geprägt. Die Seminarreihe lädt ein zum literarischen Ortswechsel: Zum Sich-Zeit-Nehmen für Literarisches abseits der kulturtouristischen Routine, zur genaueren Lektüre und zu anregenden Gesprächen über das Gelesene und Erlebte an besonderen, für Leben und Werk der Autor*innen wichtigen Schauplätzen.


Leitung: Renate Hadank
DZ € 595 EZ € 670
Missionsakademie an der Universität Hamburg (Vollpension)

Evangelische Erwachsenenbildung Oldenburg
Telefon 0441 9 25 62-0
> www.eeb-oldenburg.de