Matthias Politycki – Das kann uns keiner nehmen

10. Oktober 2021
11.00 Uhr
Theater Bremen, Foyer
 

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Eine literarische Expedition mit dem Schriftsteller und Weltreisenden Matthias Politycki

 

Seit 50 Jahren reist Matthias Politycki und hat inzwischen über 100 Länder kennengelernt. Die Neugier auf Menschen und fremde Kulturen treibt ihn an und nicht zuletzt die große Frage: Wie findet zusammen, was nicht zusammenpasst – auch über einen tiefen weltanschaulichen Graben hinweg? Darum geht es auch in Polityckis neuem großen Roman Das kann uns keiner nehmen.

„Ein packender Deutschlandroman – erzählt vor afrikanischer Kulisse“

urteilte Der Spiegel.

Der liberale, weltoffene Hamburger Hans trifft im Krater des Kilimandscharo zufällig auf den Tscharli – einen Ur-Bayern ohne Benimm und mit unerträglichen Ansichten. Nach einem gemeinsam überstandenen Schneesturm kommen sie wider Willen miteinander ins Gespräch – der Beginn eines Roadtrips voll aberwitziger Abenteuer und einer ganz und gar unwahrscheinlichen Freundschaft.

Auch in Polityckis Gedichten werden oft Reiseerlebnisse verarbeitet, ob es die wehmütige Erkenntnis der Schönheit ist oder die Erfahrung des großen Scheiterns in einem verrätselt fremden Alltag. Sie erweitern den eigenen Horizont und schärfen dabei doch immer auch den Blick auf die Heimat. Politycki: „Reisen ist für mich praktische Philosophie. Den Wert einer Reise bemesse ich nicht nach ihrem Schwierigkeitsgrad, ihrer Exotik oder sonstigen Rahmenbedingungen, sondern nach den Erkenntnissen, die auf den Wegen der Neugier als Stolpersteine lagen.“

Bei der Matinee im Theater Bremen liest Matthias Politycki Lyrik und Prosa.

Matthias Politycki, 1955 geboren, schreibt, seitdem er 16 ist. Sein Werk besteht heute aus über 30 Büchern, darunter Romane, Erzähl- und Gedichtbände sowie vielbeachtete Sachbücher und Reisereportagen. Er gilt als großer Stilist und ist einer der vielseitigsten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur. Sein Weiberroman, eine Hommage an die 70er und 80er Jahre, ist eines der zentralen Werke der literarischen Postmoderne; als "einer der schönsten Schelmenromane unserer Zeit" (Radio Bremen) wurde seine Kreuzfahrtsatire In 180 Tagen um die Welt zum Bestseller. Sieben Jahre nach seinem als "wahrer Monolith" (Stern) gefeierten Roman Samarkand Samarkand erschien 2019 sein großer Roman Das kann uns keiner nehmen, für den er um ein Haar in Afrika gestorben wäre.

 


Moderation: Dr. Silke Behl
Eintritt: 12,00 Euro | 8,00 Euro (erm.)
Büchertisch: Buchhandlung Leuwer


Eine Kooperation von Theater Bremen und dem virtuellen Literaturhaus Bremen.
Wir danken für die Unterstützung durch die Initiative „Lesungen in allen Himmelsrichtungen“ des deutschen PEN-Zentrums im Rahmen der bundesweiten Aktion Neustart Kultur.
 

 

Foto des Schriftstellers Matthias Politycki
© Mathias Bothor