Braunes Erbe #2 - Die Erben der „Arisierung“

Di, 03. Februar 2026
19.00 Uhr
Theater Bremen, noon, Goetheplatz 1-3, 28203 Bremen


Der Autor und Journalist Armin H. Flesch recherchiert seit 2014 zu sogenannter Unternehmens-„Arisierung“, der systematischen Verdrängung jüdischer Menschen aus dem Wirtschaftsleben während der NS-Zeit, und dem Umgang der Erb:innen und heutigen Inhaber:innen mit der NS-Vergangenheit ihrer Firmen und Familien. Den Anfang der Recherche machte eine E-Mail aus Basel: Geschrieben hatte sie der Enkel eines jüdischen Unternehmers, dessen Frankfurter Firma 1935 „arisiert“ worden war. 78 Jahre später behauptet das Unternehmen, man blicke auf eine „fast 100-jährige Familientradition“ zurück. Flesch spricht über die Mittel, mit denen jüdische Eigentümer:innen unter Druck gesetzt wurden, über private, wirtschaftliche und NS-staatliche Akteur:innen, die im Rahmen einer Firmen-„Arisierung“ kooperierten und profitierten, sowie über Kontinuitäten und Auswirkungen der „Arisierung“ bis heute. Welche Bedeutung hat die „Arisierung“ für das Verständnis des Holocaust und der deutschen Gesellschaft vor und nach 1945?

Begleitend zur Inszenierung Raub. Verladene Erinnerungen (Regie: Melina Spieker) stellt die neue Veranstaltungsreihe Braunes Erbe des Theater Bremen in Kooperation mit der Heinrich Böll-Stiftung Bremen und www.geraubt.de die Frage nach den Lehren aus dem Erbe des Nationalsozialismus.


Eintritt frei!

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Bremen.

Mikrofon, Sessel und Lampe auf einer Bühne
© Rike Oehlerking