Aus den Akten auf die Bühne: Der lange Weg zum eigenen Haus auf dem Marktplatz

Mi, 28. Oktober 2026
19.00 Uhr
Haus der Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen

Logo der bremer shakespeare company

Am 9. September 1966 wurde das erste Gebäude für die Bürgerschaft in Bremen eingeweiht. Es hatte über 10 Jahre heftige Debatten und eine Flut von Leserbriefen ausgelöst. In der Geschichte der Bundesrepublik war der Neubau eines Landesparlaments ein außergewöhnliches Ereignis. Das Haus der Bürgerschaft sei das Bekenntnis Bremens zur parlamentarischen Demokratie – so der damalige Bürgermeister Willy Dehnkamp. Auch die Amtszeit des Präsidenten der Bürgerschaft August Hagedorn war von dem neuen Haus und den Auseinandersetzungen um seine Entstehung geprägt. Er setzte sich leidenschaftlich für den Standort und den klassisch-modernen Entwurf des Berliner Architekten Wassili Luckhardt ein:

„Die Lage dieses Bauwerks im Herzen der Stadt soll zugleich zum Ausdruck bringen, daß die politische Zukunft Bremens, die wesentlich von der Bürgerschaft bestimmt wird, den Zusammenhang wahren muß zu der Tradition unserer Geschichte, die seit Jahrhunderten vornehmlich von diesem Markt aus gelenkt wurde.“

Aus den Akten auf die Bühne

Historische Akten können eine dröge Angelegenheit sein – doch nicht in der bremer shakespeare company. Die bundesweit einzigartigen Inszenierungen nehmen das Publikum anhand von persönlichen Schicksalen direkt mit in die Stimmungen und Auseinandersetzungen der jeweiligen Zeit. Themen wie Flucht, Migration, Schuld und Versagen, Umgang mit den Verbrechen der NS-Zeit oder Bremer Geschichte(n) erhalten durch die aussagekräftigen Dokumente und das eindrückliche Schauspiel eine erschütternde Nachdrücklichkeit in der Gegenwart.


Eintritt frei!

Eine Kooperation der bremer shakespeare company und der Universität Bremen

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Mikrofon im Scheinwerferlicht
© Rike Oehlerking