Angelika Sinn

Porträt von Angelika Sinn
© Rike Oehlerking

Geboren in Iserlohn, lebt und arbeitet in Worpswede und Bremen als freischaffende Autorin, Künstlerin und Referentin für Literarisches Schreiben. Angelika Sinn studierte Pädagogik, Literatur- und Kulturwissenschaft in Bremen und Frankfurt/Main. Arbeitete mehrere Jahre als Kulturpädagogin und Journalistin. Autorin seit 1998, diverse Veröffentlichungen. Seit 2005 ist Angelika Sinn als Text-Künstlerin tätig, internationale Ausstellungsbeteiligungen. Von 2006 bis 2018 war sie Geschäftsführerin des Bremer Literaturkontors. Angelika Sinn ist Mitglied im Verband Deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller.

Preise und Stipendien:
2007 Förderpreis Das neue Buch vom VS Niedersachsen / Bremen
2002 Gaststipendium in den Künstlerhäusern Worpswede
2001 Aufenthaltsstipendium im Baltic centre for writers and translatores
in Visby, Schweden
1998 Bremer Autorenstipendium

www.angelika-sinn.de


So nimmt man das Leben mit (Hg.)

Anthologie, 2019
Sujet Verlag, ISBN: 978-3-96202-050-7
103 Seiten, €19,80

Die acht Autor*innen dieser Anthologie kommen ursprünglich aus Syrien, Chile, Venezuela, Iran, der Türkei und Bangladesch, doch sie alle leben mittlerweile in Deutschland.

Zwei Jahre lang haben sie an einer Schreibwerkstatt des Bremer Literaturkontors teilgenommen. Ihre Erfahrungen mit Terror, Gewalt, Krieg und Flucht wurden bei diesen Treffen auch thematisiert, im Mittelpunkt der von Angelika Sinn angeleiteten literarischen Arbeit standen jedoch die Erinnerungen an die Zeit davor. Über das Erzählen gelangten die Autor*innen zum Schreiben, ihre Texte verfassten sie auf Deutsch. In den so entstandenen Gedichten und Geschichten geht es um Kindheit, Familie, Freundschaft und Liebe, um kleine Begebenheiten und große Ereignisse, um das Alltägliche und Besondere eines jeden Lebens.


Bremen - Bratislava - Bremen. Bahnhofs- und Streckengeplauder

Künstlerbuch, 2018

Im Juni 2017 fuhr die Autorin und Text-Künstlerin Angelika Sinn von Bremen über Prag nach Bratislava und von Bratislava über Wien zurück nach Bremen. An jedem Haltebahnhof machte sie ein Polaroid. Dies erforderte Wachsamkeit, Hartnäckigkeit, den Willen zu furchtloser Drängelei und großen Respekt vor der sich oft sehr schnell wieder schließenden Zugtür.

Zu den so entstandenen 38 Fotografien schrieb Sinn nach der Reise ebenso viele Texte, literarische Snapshots, in denen Erlebtes auf Erdachtes, Dokumentarisches auf Phantastisches trifft.


Mit Paula in Paris. Auf den Spuren von Paula Modersohn-Becker

Text-Bild-Band, 3. Auflage, 2017
Kellner Verlag, ISBN: 978-3-927155-89-3
80 Seiten, €12,90

zusammen mit Birgit Ramsauer

Im Jahr 1900 reiste die Kunstmalerin Paula Modersohn-Becker zum ersten Mal von Worpswede nach Paris. Die "ungeheure Persönlichkeit dieser Stadt" wirkte während ihrer Besuche sehr intensiv auf die talentierte junge Frau. 
Die Autorin Angelika Sinn und die Künstlerin Birgit Ramsauer folgten Paula – über 100 Jahre später. Jede näherte sich den "Paula-Orten" auf eigene Weise: eine außergewöhnliche Symbiose von Literatur und zahlreichen ungewöhnlichen Bildern.


Zeit-Muster

Künstlerbuch, 2016
ISBN: 978-3-00-055122-2

zusammen mit Barbara Rosengarth

Basis des Künstlerbuches (Format: 30 x 30 cm) sind die Malerei Barbara Rosengarths und ihr künstlerisches Konzept sowie acht damit korrespondierende lyrische Texte von Angelika Sinn.

In die angeschnittenen Buchseiten, die Faltung simulieren, wurden die Gedichte so eingefügt, dass Satzfetzen, Wortfragmente und Ornamente entstehen; Zeilen werden gebrochen, wiederholen sich, Zusammenhänge gehen verloren, neue Bedeutungen entstehen.


Das Flammenmal

Novelle, 2012
Verlag Atelier im Bauernhaus, ISBN: 978-3881323468
96 Seiten, €12,90

Der kleine Ort an der Hamme mit seiner Moorlandschaft und dem morbiden Charme legt eine unwirkliche Aura über die Geschichte einer jungen Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter nach Worpswede reist, um ihr Erbe zu finden, ein Bild, das Paula Modersohn-Becker von ihrer Urgroßmutter gemalt haben soll. Das Künstlerdorf fängt sie mit seinem mysteriösen Reiz ein und hält für sie noch mehr Überraschungen als ein verschwundenes Gemälde bereit. Bei der Suche nach dem Bild deckt sie nicht nur einen Teil ihrer Familiengeschichte auf, sondern findet auch wieder ein Stück zu sich selbst.


MenschenOrte - Blaumeier schreibt

Anthologie, 2010
Hachmannedition, ISBN: 978-3-939429-92-0
96 Seiten, €15,00

In der von der Autorin Angelika Sinn und dem Blaumeier-Mitarbeiter Ralf Stüwe ins Leben gerufenen Schreibwerkstatt treffen sich einmal wöchentlich Literat*innen im Café des Blaumeier-Ateliers um miteinander zu schreiben. 
In dem vorliegenden Buch wird eine Auswahl der Texte präsentiert, die von 2005 bis 2010 unter Anleitung von Angelika Sinn entstanden sind.