Black Story Month: Raphaëlle Red - Adikou

Mi, 04. Februar 2026
18.30 Uhr
Wall-Saal (Zugang außen über Am Wall)
Stadtbibliothek Bremen, Am Wall 201, 28195 Bremen


Zum Buch: Adikous Herkunft ist verschwommen, die Spuren ihrer Familiengeschichte sind verwischt, sie weiß nicht einmal, wie man ihren Namen richtig ausspricht. Dann, in einem drückend heißen Sommer, hält sie es in Paris nicht mehr aus. Adikou fliegt nach Lomé, Togo, dem Herkunftsort ihres Vaters, den sie nicht kennt. Wonach sie sucht, ist ihr nicht klar, die Fragen stellen die anderen, bei der Passkontrolle, in den Loméer Imbissen, den Unterkünften, dauernd: Wer ist dein Vater, bist du weiß oder Schwarz oder beides, wie fühlt es sich an, als Frau alleine zu reisen, sprichst du Éwé, bist du Journalistin, was suchst du hier? Von Togo aus reist Adikou entlang der westafrikanischen Küste bis in die USA. Sie schafft sich ein Erbe aus Schlangenhäuten, Skylines und stickigen Nächten, erforscht Geschichte und Geschichten, Vergangenheit und Gegenwart – bis sie den Worten des verschwundenen Vaters lauschen kann.

Raphaëlle Red wurde 1997 in Paris geboren, wuchs in Deutschland auf und wohnt derzeit in Berlin. Sie studierte zunächst Sozialwissenschaften, danach Literatur und schloss 2020 mit einem Master in Literarischem Schreiben an der Université Paris VIII ab. Zurzeit forscht sie an der Freien Universität in Berlin zu zeitgenössischer Literatur der afrikanischen Diaspora. Ihre Texte wurden auf Französisch (Jef Klak, ‚Humanité), Englisch (gal-dem, The Funambulist) und Deutsch (Bella Triste, Anthologien Resonanzen und Glückwunsch) veröffentlicht. «Adikou» ist ihr Debütroman.

Der Black Story Month ist eine Zusammenarbeit der Initiative Zukunft ist Bunt und einem Kollektiv aus unterschiedlichen Schwarzen Menschen der Stadt Bremen, die sich aus dem Bedürfnis heraus, Schwarzen Perspektiven mehr Raum und Sichtbarkeit zu geben, zusammengefunden haben.

Wir bemühen uns um einen diskriminierungssensibilisierten und machtkritischen Raum und wünschen uns eine respektvolle und sichere Atmosphäre für alle Besucher*innen. Wenn ihr euch unwohl oder belästigt fühlt oder diskriminierendes, übergriffiges oder grenzverletzendes Verhalten beobachtet oder erfahrt, könnt ihr euch vertrauensvoll an unser Awareness Team wenden. Ihr erkennt das Awareness Team an den gelben Armbinden. Zögert nicht euch bei Problemen oder Redebedarf beim Awareness Team zu melden.


Eintritt frei!