Bremer Autor*innenstipendium: Schreiben im Gespräch mit Daniela Dröscher & Janick Hoepfel
Do, 12. November 2026
19.00 Uhr
Villa Ichon, Goetheplatz 4, 28203 Bremen
Nachwuchsstipendiat*innen im Dialog mit ihren Mentorinnen
Wie sieht der Arbeitsalltag von Autor*innen aus? Wie finden Texte ihren Weg zum Verlag oder in renommierte Literaturzeitschriften? Welche Rolle spielen Preise und Stipendien im Literaturbetrieb und wie familienfreundlich ist dieser eigentlich? Über diese und andere Fragen haben wir an mehreren Abenden mit Autor*innen diskutiert, die bereits mit dem Bremer Autorenstipendium ausgezeichnet worden sind, mit dem der Senator für Kultur seit über 40 Jahren die literarische Arbeit vor Ort fördert. Ab September setzen wir die Reihe fort, und zwar mit den aktuellen Nachwuchsstipendiat*innen und ihren Mentorinnen. Mit den Nachwuchsstipendien unterstützt der Senator für Kultur gezielt junge Schreibende finanziell und mit einem Mentoring, das mit den Stipendien verknüpft ist, um die Stipendiat*innen bei der Weiterentwicklung ihrer ausgezeichneten Projekte professionell zu begleiten. Im Rahmen von drei Veranstaltungen wollen wir mit den Stipendiat*innen und ihren Mentorinnen über das Mentoring sprechen, aber auch darüber hinaus über Schreib- und Veröffentlichungsprozesse, die Arbeit an eigenen und fremden Texten sowie ihre Erfahrungen mit dem Literaturbetrieb. Zudem werden die Mentorinnen Texte aus ihren Werken lesen und die Stipendiat*innen Auszüge aus ihrem mit dem Bremer Autorenstipendium ausgezeichneten Projekten.
Daniela Dröscher, geboren 1977, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, lebt in Berlin. Promotion im Fach Medienwissenschaft an der Universität Potsdam sowie ein Diplom in “Szenischem Schreiben” an der Universität Graz. Ihr Romandebüt Die Lichter des George Psalmanazar erschien 2009, es folgten der Erzählband Gloria (2010) und der Roman Pola (2012) sowie das Memoir Zeige deine Klasse (2018). Sie wurde u.a. mit dem Anna Seghers-Preis, dem Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds sowie dem Robert-Gernhardt-Preis (2017) ausgezeichnet. Der Roman Lügen über meine Mutter (KiWi, 2022) stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und wurde fürs Kino verfilmt. 2025 erschien der Roman Junge Frau mit Katze (KiWi) und im Frühjahr 2026 der Essay Sprechen (Hanser).
Janick Hoepfel, geboren 1995, studierte Kommunikations- und Medienwissenschaft sowie Germanistik in Bremen und Japan. Während des Studiums absolvierte er Seminare zum journalistischen und kreativen Schreiben und arbeitete in einer Textagentur. Seine Texte sind vor allem durch die Aufenthalte in Japan und die Faszination für die dortige Folklore beeinflusst. Neben Veröffentlichungen von Kurzprosa in der Zeitschrift Koller schaffte er es 2023 mit seiner Kurzgeschichte Verkauf zerbrochener Träume unter die Top 100 des YoungStoryTeller-Awards. 2025 wurde er für sein Romanprojekt Die Toten verweilen mit dem Nachwuchsstipendium ausgezeichnet.
Moderation: Jens Laloire
Eine Reihe vom Literaturhaus Bremen.
Gefördert vom Bremer Senator für Kultur.
Weitere Infos und Abende der Reihe hier