Solilesung für Prozesskosten rund um den deutschen Buchhandlungspreis mit Esther Dischereit & Hengameh Yaghoobifarah

Sa, 16. Mai 2026
19.30 Uhr
Villa Sponte, Osterdeich 59B, 28203 Bremen


Diese Veranstaltung ist eine Solidaritätslesung zugunsten der Bremer Buchhandlung The Golden Shop, die kürzlich vom Deutschen Buchhandlungspreis 2026 ausgeschlossen wurde. Die Lesung gehört zu den ersten Solidaritätsveranstaltungen bundesweit, die auf den umstrittenen Ausschluss von insgesamt drei Buchhandlungen – in Bremen, Berlin und Göttingen – reagieren. Die betroffenen Buchhandlungen haben rechtliche Schritte gegen die Entscheidung eingeleitet und fordern Transparenz über die Hintergründe ihres Ausschlusses.

Esther Dischereit lebt in Berlin. Sie schreibt Prosa, Lyrik und Essays und ist Autorin von Theater- und Hörstücken. Mit Joëmis Tisch. Eine jüdische Geschichte und Übungen ­jüdisch zu sein wurde sie eine der wichtigsten literarischen Stimmen unter den Nachkommen der Shoa-Überlebenden in Deutschland. 2009 erhielt sie den Erich-Fried-Preis. Als Professorin lehrte sie an der Universität für angewandte Kunst in Wien, 2019 als DAAD Chair in Contemporary Poetics an der New York University. Ihr aktuelles Buch Ein Haufen Dollarscheine ist ein verrücktes Familienszenario zwischen Berlin, Chicago, Heppenheim, Rom und wieder zurück.

Hengameh Yaghoobifarah lebt und arbeitet in Berlin. Gemeinsam mit Fatma Aydemir hat Hengameh Yaghoobifarah 2019 den viel beachteten Essayband Eure Heimat ist unser Albtraum herausgegeben. 2021 erschien der Debütroman Ministerium der Träume bei Blumenbar, der ein SPIEGEL-Bestseller wurde. 2023 folgte der Kolumnen-Band Habibitus, der auf der Shortlist für den Kurt-Tucholsky-Preis stand. In Schwindel erzählt Hengameh Yaghoobifarah so fluide, echt und witzig über queeres Begehren, wie niemand sonst es vermag. Eine kompromisslos heutige Liebesgeschichte von radikaler Lebendigkeit und ein irres Lesevergnügen.


Eintritt gegen Spende

Bild von einem aufgeschlagenen Buch
© Lissi Savin