Ulrike Kleinert - Erinnerunsfunken
Do, 17. September 2026
19.30 Uhr
Kulturhaus Pusdorf, Woltmershauser Str. 444, 28197 Bremen
Zum Buch: Maleika und ihr 13-jähriger Sohn Merlin landen in einem Viertel am Rande der Stadt, dem Heinrich-Paul-Platz. Als sie dort hinziehen, wissen sie nicht, dass die Siedlung einmal eine Familienfürsorgeanstalt der Nazis für sogenannte Asoziale war, ein grausames Lager, in dem von 1936 bis 1940 unter strenger Bewachung die Umerziehung der Familie stattfinden sollte. Schon am ersten Tag spüren sie, dass sie beobachtet werden. Auch andere Merkwürdigkeiten fallen ihr auf. Die Treppen sind aus Beton und die Zimmertüren aus Metall. Aber sie versucht, all das als unwichtig abzutun und mit ihrem neuen Leben zurechtzukommen. Am Platz lebt eine verschworene Gemeinschaft, die Fremden gegenüber misstrauisch ist. Wenn jemand neu auf den Platz kommt und sich nicht anpasst, sorgen die dominanten Platzbewohner:innen dafür, dass er oder sie schnell wieder verschwindet. Es ist, als würden sie die Kontrolle, unter der sie oder ihre Eltern beziehungsweise Großeltern zu leiden hatten, weiterleben lassen. Aber ihr gutes Gemeinschaftsgefühl schweißt auch zusammen, gibt Halt und verleiht Stärke. Maleika spürt, wies sie sich verändert, während ihr Sohn gemobbt wird.
Ulrike Kleinert, wurde 1955 in Delmenhorst geboren. Sie hat in Bremen und Kiel Sozialpädagogik studiert und war in Bremen als Leiterin von Kitas tätig. Erste Veröffentlichungen von ihr gab es in den Siebziger Jahren u.a. beim Fischer Verlag. Ihre Gedichte und Kurzgeschichten sind in zahlreichen Anthologien und Literaturzeitschriften erschienen. Von ihr sind zwei Lyrikbände und zwei Bände mit Kurzgeschichten beim Geest Verlag, Vechta, veröffentlicht worden. Ihr dritter Band mit Kurzgesch/ichten ist 2021 beim Kellner Verlag, Bremen, erschienen. Ihr erster Roman Das Eisblumenzimmer erschien 2023 ebenfalls im Kellner Verlag. Ihr zweiter Roman Erinnerungsfunken ist im November 2025 veröffentlicht worden. Auch Projekte mit Kindern gehören zu ihrer literarischen Arbeit. Eines der zwei Bücher, die so entstanden sind, ist Bella Balls Weg zur Wolke.
Franziska Mencz, geboren 1973, ist eine deutsche Schauspielerin in Film, Fernsehen und Theater, Regisseurin, und Synchron-, Hörspiel- und Off-Sprecherin. Ihre Karriere ist stark durch ihre langjährige Tätigkeit als Theaterschauspielerin in Innsbruck, Göttingen und Bremen geprägt. Momentan spielt sie an der Bremer Shakespeare Company und im Theater Bremen.
Es lesen: Ulrike Kleinert und Franziska Mencz. Matthias Loeber informiert über den dokumentarischen Teil.
Im Anschluss finden Gespräch und Austausch statt.