Béatrice Hecht-El Minshawi - Nichts wird den Frühling aufhalten

Mi, 15. April 2026 

15.00 Uhr 

LAB, Hoppenbank 2-3, 28203 Bremen


Zum Buch: Als Älteste der Geschwister übernimmt sie in der Nachkriegszeit früh Verantwortung für die Jüngeren. Zwei Brüder, die nacheinander im Kleinkindalter sterben, haben die Familie bereits schwer erschüttert. Die desolaten Verhältnisse und das Leben im Bunker prägen das junge Mädchen nachhaltig. Schließlich lässt sie alles hinter sich – denn nichts wird den Frühling aufhalten: Knospen werden wieder sprießen, und sie geht. Es gibt Verluste, die nicht laut sind – und doch alles verändern. In poetischen Miniaturen nähert sich die Autorin den Schichten ihrer Erinnerung. Das Buch berührt Kindheit und Verlust, Abschied und Neubeginn – nicht erzählend im großen Bogen, sondern tastend, von Moment zu Moment. Die Sprache bleibt nah am Atmen und am Leben, an Luft und Licht, an Freuden und Leiden, an alltäglichen Situationen und Verhältnissen, an Ritualen und Jahreszeiten – und an der Hoffnung. Immer die Hoffnung. Es entsteht ein Geflecht aus Erinnerung, Gegenwart und Verwandlung, das im Erleben der Lesenden Widerhall findet. „Nichts wird den Frühling aufhalten“ ist ein stilles Buch – und eines, das nachhallt.

Solange Béatrice Hecht-El Minshawi zurückdenken kann, interessieren sie Erfahrungen von Menschen aus anderen Ländern. Seit ihren ersten Arbeitsaufenthalten (1968/69 Vietnam, 1970/72 Afghanistan) und nach weiteren Erfahrungen in diversen Ländern, hält sie es für notwendig, ihren Lebensraum hier immer wieder neu zu hinterfragen.
Parallel zum Studium ab 1973 baute Béatrice Hecht-El Minshawi das Institut interkultur in Bremen auf und wurde schließlich Expertin und Autorin für Interkulturelle und Diversity-Kompetenz. Als Trainerin für Fach- und Führungskräfte führten ihre Wege nach Asien, in die arabischen Länder, in die USA, nach Australien und Neuseeland. Auch privat ist sie eine passionierte Reisende, besuchte Südafrika und die Südsee und unternahm Streifzüge durch Europa, beobachtet, staunt, liebt Neues und Fremdes.
Nach Erscheinen des Buches Schönes Land, armes Land. Viet Nam im Aufbruch, 1996 wurde sie durch ein Stipendium des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels e.V. zum Lesen nach Hanoi, Nordvietnam, eingeladen. In ihren Büchern beschreibt Béatrice Hecht-El Minshawi das Leben der Menschen in verschiedenen Ländern, wirbt für Mut und Offenheit zu interkulturellen Begegnungen und reflektiert das Reisen an sich.


Eintritt frei

Kaffee und Kuchen vor der Lesung (kostenpflichtig)