Laura Cwiertnia - Auf der Straße heißen wir anders

Do, 01. September 2022
19.00 Uhr
Vegesack, Stadtbibliothek Bremen, Aumunder Heerweg 87


Karla, so heißt die Hauptfigur in ihrem Roman, verbringt ihre Kindheit in Bremen-Nord. Dort erlebt sie, wie es sich anfühlt, nicht dazu zu gehören. Die Kinder aus der Hochhaussiedlung in Bremen-Nord kennen die Herkunftsorte ihrer Familien genau: Türkei, Russland, Albanien. Nur bei Karla ist alles etwas anders. Sie weiß zwar, dass die Großmutter in den 60ern als Gastarbeiterin aus Istanbul nach Deutschland kam, und auch, dass die Familie armenische Wurzeln hat, doch gesprochen wird darüber nicht. Als Karlas Großmutter stirbt, taucht der Name einer Frau auf, Lilit, samt einer Adresse in Armenien. Karla gelingt es, ihren Vater zu einer gemeinsamen Reise zu überreden – in eine Heimat, die beide noch nie betreten haben. 

Einfühlsam und mit feinem Humor fächert Laura Cwiertnia die verzweigten Pfade einer armenischen Familie auf, deren Erfahrungen so tiefgreifend sind, dass sie noch Generationen später nachhallen. 

Die Autorin wurde 1987 als Tochter eines armenischen Vaters und einer deutschen Mutter in Bremen geboren und ist stellvertretende Ressortleiterin bei der ZEIT. »Auf der Straße heißen wir anders« ist ihr literarisches Debüt.

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Die Lesung findet im Rahmen der „Aktionswochen – Gemeinsam gegen Ausgrenzung und Diskriminierung“ im Bremer Norden statt und ist eine Kooperationsveranstaltung der Stadtbibliothek Bremen mit der Partnerschaft für Demokratie Bremen Nord.

Der Eintritt ist frei!