LeseArt: Dr. Katrin Möller-Funck über Walter Kempowski - Echolot

Do, 18. Juni 2026
18.00 Uhr

 

Logo von LeseArt

Zum Buch: In ihrem dokumentarischen Roman Vierundsiebzig schreibt Ronya Othmann über den Genozid an den Jesiden durch den Islamischen Staat. In einer ebenso beeindruckenden wie schockierenden Recherche untersucht sie den ,74. Ferman’, das 74. Massaker an den Jesiden am 3. August 2014. Die Tochter eines kurdisch-jesidischen Vaters reist in die Türkei und in den Nordirak, spricht mit den Menschen und beschreibt die Landschaft, denkt dabei fortwährend über das eigene Schreibverfahren und die Tücken der Sprache und der Erinnerung nach – und begreift, wie eng ihre eigene Geschichte mit der Geschichte der Jesiden verbunden ist. Und so, wie der IS mit seinen Verbrechen zugleich versucht, die jesidische Kultur zu vernichten, steigt Ronya Othmann in Archive und rekonstruiert die historischen Zusammenhänge des Genozids, um genau diese Geschichte für die Nachwelt festzuhalten. 

Ronya Othmann, als Tochter einer deutschen Mutter und eines kurdisch-êzîdischen Vaters 1993 in München geboren, schreibt Lyrik, Prosa und Essays und arbeitet als Journalistin. Für ihr Schreiben wurde sie viele Male ausgezeichnet, u.a. mit dem Lyrik-Preis des Open Mike, dem MDR-Literaturpreis und dem Caroline-Schlegel-Förderpreis für Essayistik. Für Die Sommer, ihren ersten Roman, bekam sie 2020 den Mara-Cassens-Preis zugesprochen, für den Lyrikband die verbrechen (2021) den Orphil-Debütpreis, den Förderpreis des Horst-Bienek-Preises und den Horst Bingel-Preis 2022. Vierundsiebzig, ihr zweiter Roman, wurde für den Deutschen Buchpreis nominiert und mit dem Düsseldorfer Literaturpreis, dem Preis der SWR-Bestenliste 2024, dem Erich-Loest-Preis 2025 sowie dem Jeanette-Schocken-Preis 2026 ausgezeichnet.

 

 

 


Eintritt €10

Ticketreservierung über Mail an tickets@pferdestall-bremerhaven.com oder Telefonisch über 0471-43333