Najet Adouani - Cold War, Hot Autumn
Mi, 22. April 2026
18.30 Uhr
Sujet Verlag, Bornstraße 18, 28195 Bremen
Im Sujet Verlag erschien das Tagebuch mit autobiografischen und romanhaften Zügen Cold War, Hot Autumn der in ihrer Heimat verfolgten tunesischen Autorin Najet Adouani. Andreas Rumler steuerte ein Nachwort bei, wird das Buch vorstellen und berichten, wie es zustande kam und seinen Weg zu Sujet fand. Ausgewählte Passagen liest Sabine Schiffner vor. Najet Adouani wurde als Stipendiatin der Schriftsteller-Vereinigung PEN Deutschland in der Bundesrepublik aufgenommen, sie lebt und wohnt inzwischen in Berlin. Sabine Schiffner und Andreas Rumler engagieren sich im PEN für Autoren im deutschen Exil. Die Schriftstellerin Najet Adouani wird digital zugeschaltet sein und sich am Gespräch beteiligen.
Zum Buch: Cold War, Hot Autumn ist ein literarisches Projekt, das Najet Adouani bereits in ihrer Jugend begann. In Tagebuchform erzählt sie von ihrem Leben und ihrem Umfeld in Berlin-Kreuzberg. Durch ihre persönliche Perspektive entsteht ein eindrucksvolles Bild eines urbanen Viertels und seiner Menschen – mit all ihren Hoffnungen und Konflikten. Der sehr detaillierte Bericht lenkt den Blick auf die Lebensbedingungen von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund. Migration wird dabei zu einem zentralen Thema: Persönliche Erfahrungen verbinden sich mit politischen Entwicklungen von globaler Dimension. Angesichts der schwierigen Verhältnisse im Berliner Kiez, eines angespannten politischen Klimas und der Herausforderungen von Integration und Herkunft zeugt das Buch von Kraft und Courage, als literarisches Werk demonstriert es Standhaftigkeit, Mitmenschlichkeit und die Hoffnung auf ein gerechteres Zusammenleben.
Najet Adouani schreibt Gedichte, Kurzgeschichten, Literaturkritiken und Romane. Ihre Gedichte wurden in großen arabischen Zeitungen und Zeitschriften sowie in zahlreichen internationalen Anthologien veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt, darunter Englisch, Französisch, Spanisch und Deutsch. Adouani hat an vielen internationalen Literaturfestivals teilgenommen; ihre Werke waren Gegenstand wissenschaftlicher Studien an Universitäten in Europa, den USA und der arabischen Welt. In ihren Texten setzt sie sich für Meinungsfreiheit und soziale Gerechtigkeit ein und gibt insbesondere unterdrückten und marginalisierten Stimmen Gehör.