queer.lit!: Jayrôme C. Robinet – Sonne in Scherben & Diskussion

Mo, 11. November 2024
18.30 Uhr

Universität Bremen, GW 2, Bibliothekstraße 1, 28359 Bremen

 

Logo der Veranstaltungsreihe queer.lit! vom [virt.] Literaturhaus Bremen

Jayrôme C. Robinet, geboren 1977 in Nordfrankreich, ist Spoken-Word-Künstler, Autor und Übersetzer. Zuletzt erschien von ihm Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund. Jayrôme C. Robinet wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet. Er lebt in Berlin.

Jayrôme C. Robinet hat Übersetzen für die Sprachen Deutsch und Spanisch an der Ecole d'Interprètes Internationaux der Universität Mons, Belgien studiert. Er hat einen Master of Arts in Biographischem und Kreativem Schreiben der Alice Salomon Hochschule Berlin. Zahlreiche Stipendien, u.a. Writer in Residence an der Villa Decius in Krakau (2012). Sein Theaterstück Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht feierte im Studio des Maxim Gorki Theaters Premiere. Er unterrichtet Kreatives Schreiben und promoviert am Graduiertenkolleg „Das Wissen der Künste“ über das Potenzial der Selbstermächtigung durch Performance Poetry in queerfeministischen Kontexten.

Zum Buch: Enzo und Angèle sind ein glückliches Paar, seinem Charme und ihrer Lässigkeit kann niemand widerstehen. Doch als sie sich ein Kind wünschen und es Enzo ist, der schwanger wird, stürzen sich die Medien auf den Fall des schwangeren trans Mannes, Hass und Hetze sind beispiellos. Vor allem Angèle hält dem Druck kaum stand. Als das gemeinsame Baby wenige Tage nach der Geburt stirbt, tut sie etwas Unverzeihliches, das nicht nur ihr Leben für immer verändert. Mit großer Zärtlichkeit für seine Figuren erzählt Jayrôme C. Robinet von neuen Geschlechterrollen und bedingungsloser Liebe, von dem Gepäck der eigenen Herkunft. In seinem ganz eigenen poetischen Ton gelingt Robinet ein aufrüttelnder und berührender, ein wirklich moderner Familienroman.

Zur Diskussion: Nach einer Lesung aus Sonne in Scherben werden Studierende gemeinsam mit dem Zentrum für Performance Studies der Universität Bremen mit Jayrôme C. Robinet über sein Forschungsprojekt Performance Poetry als Empowerment sprechen – alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Es geht weiter mit queer.lit!
Dieses Jahr steht die Lesereihe des Literaturhauses Bremen mit queerem Fokus unter der Überschrift Empowerment durch queere Sprache und Performance.
Von September bis Dezember 2024 gibt es Lesungen, Debatten, Schreibwerkststätten und eine offene Lesebühne. Das Programm ist eine Einladung zum Lesen und Schreiben gegen die Norm – für mehr Sichtbarkeit und Selbstermächtigung.


Eintritt frei!

Eine Kooperation des [virt.] Literaturhaus, des Bremer Literaturkontors und des Rat&Tat–Zentrum für queeres Leben, der Uni Bremen mit dem Zentrum für Performance Studies. 
Mit freundlicher Unterstützung des Senators für Kultur und der Karin und Uwe Hollweg Stiftung.

© Ali Ghandtschi
Cover des Buches "Sonne in Scherben" von Jayrôme C. Robinet