Anke Bär

Porträt von Anke Bär
© Cosima Hanebeck

Anke Bär wurde 1977 in Erlangen geboren. Sie studierte „Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation“ an der Universität Hildesheim und arbeitet seit 2009 als freischaffende Autorin, Illustratorin und Dozentin in Bremen. Ihre beiden im Gerstenberg Verlag erschienenen Bücher Wilhelms Reise, Eine Auswanderergeschichte und Endres, der Kaufmannssohn, Vom Leben in einer mittelalterlichen Hansestadt wurden beide für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Ihr erzählendes, generationsübergreifendes Kinderbuch Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war fand vielfache Beachtung. Jüngst ist dazu in Kooperation mit den Bremer Philharmonikern die Hörbuch CD Divertimento Kirschendiebe entstanden. 
Anke Bär durchstreift weite Felder, die nur scheinbar nichts miteinander zu tun haben, um immer wieder festzustellen, wie sich doch alles auf überraschende Weise zusammenfügt. In freien Arbeiten wie auch im Kontext Buch gilt ihr besonderes Augenmerk dem Ineinandergreifen von Sprache und Bild.

www.ankebaer.de


Divertimento: Kirschendiebe

Musikalische Lesung mit Anke Bär und den Bremer Philharmonikern, 2019
Bremer Philharmonika, CD
€10,00

Im September 2019 begeisterte die Bremer Autorin Anke Bär das Publikum unseres Familienkonzertes in der Stadtbibliothek mit einer Lesung aus Ihrem Buch „Kirschendiebe – oder als der Krieg vorbei war“. Begleitet wurde sie dabei von einem Streichquartett der Bremer Philharmoniker. Nun ist dieses einfühlsame Zusammenspiel von Literatur und Musik auch auf CD erschienen.


Cover von Anke Bärs Buch "Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war"

Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war

2018
Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5997-1
240 Seiten, €18,00

„Es ist das größte Glück der Welt, dass wir hier gelandet sind. Auch wenn es das größte Unglück der Welt ist, dass uns hergebracht hat.“ Lotte wohnt in einem Forsthaus, obwohl ihr Papa gar kein Förster ist. Grund dafür ist der Krieg, der ihrem Cousin Knut den Vater genommen hat und Lehrer Fettig ein Auge. Seit die grässliche Frau Greßmann im Forsthaus das Sagen hat, ist vieles verboten – Kirschenpflücken zum Beispiel. Doch Lotte lässt sich nicht unterkriegen. Wer Kirschen haben will, muss sie eben klauen. Und dass nur Jungs Lederhosen tragen dürfen, sieht sie schon gar nicht ein! Ein Buch, das von einer Kindheit in der Nachkriegszeit erzählt und zu vielen Gesprächen zwischen den Generationen Anlass gibt.


Endres, der Kaufmannssohn

Kinderbuch, 2015
Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5774-8
64 Seiten, €14,95

Der junge Kaufmannssohn Endres sammelt eifrig die Münzen, die sein Vater ihm von seinen Handelsreisen mitbringt. Er liebt es, mit seinem besten Freund Jos durch die Straßen der Stadt zu streifen, den Hafen zu erkunden und beim Löschen der Waren zuzusehen. Und dann ist der große Taggekommen: An Bord der Maria Magdalena fährt Endres ins ferne Riga, um dort bei seinem Onkel in die Lehre zu gehen. Anke Bär versetzt uns mitten hinein in eine spätmittelalterliche Stadt. Ihre Geschichte von Endres, dem Kaufmannssohn, wird begleitet von fantasievollen, an mittelalterliche Buchmalerei angelehnten Illustrationen und vielen informativen Texten zur Hansezeit.


Wilhelms Reise

Kinderbuch, 2012
Gerstenberg Verlag, ISBN: 978-3-8369-5409-9
64 Seiten, €14,95

Bremerhaven im Jahr 1872. Um der Armut in seinem kleinen Dorf zu entkommen, macht sich der junge Wilhelm auf dem Segelschiff Columbia auf den Weg nach Amerika. Mit dabei ist sein Skizzenbuch, in dem Wilhelm alle Beobachtungen und Erlebnisse an Bord festhält: die Arbeit der Seeleute, tägliche Unbill wie Ungeziefer und die drangvolle Enge im Zwischendeck, Sturm und Flaute, aber auch die Spiele der Kinder und das nächtliche Meeresleuchten. Und schließlich ist der große Tag gekommen: Die Columbia hat den Hafen von New York erreicht! Ein historisches Sachbilderbuch, das viele spannende Informationen über das große Zeitalter der Auswanderung und das Leben auf einem Segelschiff vermittelt.