Gästebuch: Laura Melina Berling

Bild von Gästebuch neben Blume und Lampe
© Rike Oehlerking

Schreiben ist für mich…

…ein kreativer Ausdruck dessen, womit ich mich innerlich beschäftigte. Gleichzeitig aber auch die Möglichkeit, über mich selbst hinauszudenken und Figuren, die vielleicht ganz anders denken als ich, Leben einzuhauchen und mich in sie hineinzuversetzen. Schreiben kann so vieles sein: therapeutisch, witzig, anstrengend. So oder so bringt es mir immer wieder ein neues Projekt oder Ziel im Leben. 

Ich lese am liebsten…

…Bücher, die ein bisschen absurd sind. Ich mag es, wenn Texte unterhalten dürfen und nicht immer nur schwer sein müssen. Ich liebe es, wenn ich beim Lesen lachen muss. Tiefgang sollte aber auch nicht fehlen.

Ich finde, man sollte viel öfter...

…auf einer Wiese liegen und nichts Produktives tun. 

Bremen ist für mich…

…eine Stadt, in der ich mich sehr willkommen und fast ein bisschen zu Hause fühle. 

Als nächstes möchte ich…

…Romane schreiben und mich in Gelassenheit üben. Mich aber auch politisch wieder mehr verbinden. Wir brauchen einander! Gerade jetzt. 

Du solltest unbedingt meinen Roman lesen, weil…

…er etwas ganz anderes ist. Eine Mischung aus Roman, Sachbuch und Kammerspiel. Ich denke, dass es sich lohnt, sich darauf einzulassen. 

Und weil es im August unser Ausgabenthema ist: Schwimmen…

…könnte ich den ganzen Tag. Ich liebe Wasser und mein größter Traum wäre es, wenn ich jeden Morgen zum Schwimmen in einen See oder das Meer hüpfen könnte. 

Das Bild zeigt Laura Melina Berling
© Johanna Stolzenberger

Laura Melina Berling

wird eigentlich Lina genannt, ist im Internet als feministische Bloggerin und auf Instagram als @laura_melina_berling, ehemals @littlefeministblog, unterwegs. Lina lebt in Frankfurt und beschäftigt sich vor allem mit den Themen Körper, Sexualität, mentale Gesundheit, Intersektionalität und Gender. Zudem arbeitet sie als freie Autorin und berät als Sozialpädagogin junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen.

In ihrem neusten Roman Medusa in Paradise finden sich 20 Frauen nach einem Flugzeugabsturz auf einer abgelegenen Insel wieder und fragen sich, ob sie im Paradies oder in der Hölle gelandet sind. Sophie möchte Yoga machen und eine Menstruationshütte für alle bauen, Aurelia findet, das sei Cultural Appropriation, Bente will Lesbos ausrufen, Else ein Matriarchat errichten, hat aber kein Gegenüber, Billie ist gar keine Frau, Evren ist wütend, Cara erscheint eine feministische Göttin, Nadja vermisst ihre Firma, Anne findet das alles nervig und Betty weiß nicht, wovon die anderen überhaupt sprechen, und will einfach nur nach Hause. Die Welt steckt in einer Krise, die 20 Frauen nach einem Flugzeugabsturz auch. Wie viel Sinn machen ihre Grabenkämpfe und was braucht es, um gemeinsam etwas Neues zu schaffen?

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