Interview: poetry on the road 2022

Am 3. Juni und vom 17. bis 19. Juni ist es wieder so weit: Das Poesiefestival poetry on the road geht an den Start! Nach zwei digitalen Ausgaben werden die geladenen Autor*innen nun wieder live auf Bremer Bühnen stehen. Festivalleiterin Regina Dyck erzählt im Interview über die Erfahrungen der letzten Jahre und gibt Lesetipps.

Worauf freuen Sie sich besonders bei der diesjährigen Ausgabe? 

Ich freue mich auf jede Autorin, auf jeden Autor, auf jede Lesung, auf jede Veranstaltung gleichermaßen. Der Eröffnungsabend von poetry on the road am 17. Juni in der Bremer Shakespeare Company zeigt den großen Reichtum der zeitgenössischen Poesie: Acht international hoch angesehene Autor*innen aus sechs Nationen stehen live auf der Bühne, lesen und performen in sechs verschiedenen Muttersprachen. 

Und im 6. Jahr der Poetry-Slam-Gala darf wieder große Wortkunst erwartet werden. Präsentiert wird die kurzweilige Expedition ins Wortreich vom weltreisenden Bremer Bühnendichter Bas Böttcher am 18. Juni. Und natürlich freue ich mich sehr auf die Lesung der Nobelpreisträgerin Herta Müller!

Regina Dyck
© Matej Meza

Unser Ausgabenthema ist diesen Monat Spoken Word, haben Sie Lese- oder Hörtipps für uns?

Bas Böttcher, Aron Boks, Babs Kons, Lucia Lucia und Themye Tesfu werden am 18. Juni im Rahmen der Poetry-Slam-Gala auftreten, alle Veröffentlichungen der hier Genannten kann ich unbedingt zu empfehlen.

Und noch ein Tipp: Von der wunderbaren und hochverehrten Spoken Word-Autorin Warsan Shire wird demnächst der Band Bless the Daughter Raised by a Voice in Her Head auf deutsch im Fischer-Verlag erschienen: Haus Feuer Körper. „Gedichte so unmittelbar, so eindringlich, als säße eine Schwester neben mir“, schreibt Sharon Dodua Otoo zu den Gedichten von Warsan Shire. Die somalisch-britische Autorin Warsan Shire ist eine Legende. Ihre Texte für Beyoncé machten sie zum Star. Mit ihren Gedichten machten Artikel der New York Times auf. 

poetry on the road

ist Bremens internationales Poesiefestival. Durch poetry on the road ist es gelungen, Bremen in der nationalen wie internationalen Literaturszene einen bedeutenden Platz zu sichern. Mehr als 650 renommierte und international hoch angesehene Autor*innen aus 65 Nationen sind seit Beginn des Festivals im Jahre 2000 in der Hansestadt aufgetreten. Die Liste der teilnehmenden Autor*innen liest sich wie ein Who is Who der zeitgenössischen Poesie. Das Festival entsteht in Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Bremen und Radio Bremen.

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Lesezeichen: Ros*innen

"You see a woman, but I am so much more" - Mari Püffel und Mathilda Süßmilch schreiben in ihrem Lesezeichen über nicht binäre Körper, Schönheit und Genderklischees. Die beiden sind Teil des queerfeministischen Poesiekollektivs Ros*innen.