Schreiben ist für mich…
…Ventil, Werkzeug, Zeitvertreib, das größte Glück und die größte Verzweiflung.
Ich lese am liebsten…
…Literatur von wütenden FLINTA*-Personen.
Ich finde, man sollte viel öfter…
…albern sein. Sich die Leichtigkeit zurückholen.
Bremen ist für mich…
…leider bisher nur eine verschwommene Erinnerung an einen Museumsausflug während der Corona-Pandemie – ein Tag, an dem uns unsere WG in Lüneburg zu eng wurde und wir kurzerhand zu fünft in die Regio gestiegen sind. Ich erinnere mich an beschlagene Fenster in der Straßenbahn und beschlagene Brillengläser über FFP2-Masken und die Freude darüber, etwas anderes zu sehen als die immergleichen vier schlecht verputzten Wände.
Als nächstes möchte ich…
…Urlaub machen.
Du solltest unbedingt meinen Roman lesen, weil…
…er dich vielleicht in einen nostalgischen Sog ziehen und in deine eigenen Jugendfreundschaften und Studizeiten zurückversetzen wird. Auch, wenn meine Protagonist*innen noch in ihren Zwanzigern sind, glaube ich, dass der Text viele Anknüpfungspunkte für jede Generation bietet.
Und weil es im September unser Ausgabenthema ist: Verwandlung…
…ist nicht möglich ohne Mut und immer besser als Stillstand. Ich glaube, wir sind nicht dazu gemacht, zu stagnieren, die Veränderung ist unser natürlichster Zustand. Zumindest fühle ich mich am lebendigsten, wenn alles um mich herum und in mir drin in Bewegung ist.
Louise K. Böhm
wurde 2000 in Berlin geboren, studierte nach einem ersten Studium im Medienbereich Literarisches Schreiben, Kulturjournalismus und Kulturpolitik in Hildesheim, bevor es sie beruflich in die Musikbranche und privat nach Hamburg verschlagen hat. Ihre Texte erscheinen in verschiedenen Literaturmagazinen und Anthologien. Auf Social Media teilt sie als @louschreibt_ Literaturempfehlungen, gibt Einblicke in ihren Alltag als Autorin und klärt über Klassismus in der Kulturbranche auf.
Kaskaden ist ihr erster Roman. Voller Klugheit und doch federleicht erzählt Louise K. Böhm die Geschichte einer tiefen Freundschaft. Ein elektrisierender Roman über Herkunft und Zugehörigkeit – mit zwei Heldinnen, die man nicht wieder vergisst. Wenn Jojo ihre Herkunft einfach ausradieren könnte, würde sie es tun. Als Jakob in ihr Leben tritt, findet Jojo zu einer neuen Leichtigkeit. Doch dann erhält sie ein Lebenszeichen ihrer ehemals besten Freundin, und plötzlich ist alles wieder da: die Jahre mit Yara, mit der sie mehr Zeit verbrachte als mit ihren eigenen Eltern. Die von einem Tag auf den anderen verschwand, obwohl sie doch gemeinsam ausbrechen wollten aus der Vorstadt.