Gästebuch: Anna Mayr

Bild von Gästebuch neben Blume
© Rike Oehlerking

Schreiben ist für mich...

...die einfachste, logischste Art, die Welt begreifbar zu machen.

Ich lese am liebsten...

...Bücher von Autorinnen.

Ich finde, man sollte viel öfter...

...auf Abstand zu sich selbst gehen.

Bremen ist für mich...

...die Stadt mit den Musikantentieren (Sorry!).

Als nächstes möchte ich...

...Strandurlaub machen, vielleicht dabei noch ein Buchprojekt entwerfen.

Und weil es im August unser Ausgabenthema ist: Unser Klima…

...leidet vor allem unter der Lebensweise der Reichsten. 

Portrait von Autorin Anna Mayr
© Anna Tiessen
Cover von Die Elenden (Hanser Berlin 2020)

Anna Mayr

wurde 1993 in einer Mittelstadt am östlichen Rand des Ruhrgebiets geboren. In der Grundschule lernte sie die Fangesänge von Borussia Dortmund, am Gymnasium wurde ihr beigebracht, dass sie die Gegend am besten schnellstmöglich verließ. Sie studierte Geographie und Literatur in Köln, schrieb für eine Boulevardzeitung, arbeitete als Deutschlehrerin. Mit dem Team von Correctiv war sie 2018 für den Nannenpreis und den Reporterpreis nominiert. Heute ist sie Redakteurin im Politik-Ressort der ZEIT und lebt in Berlin.

In ihrem Buch Die Elenden (Hanser Berlin 2020) schreibt Anna Mayr über die Vorurteile, die Arbeitslosen entgegengebracht werden. Als Kind von zwei Langzeitarbeitslosen hat sie auch erlebt, wie falsch solche Vorurteile sind – was sie nicht davor schützte. Dabei weiß sie, dass unsere Gesellschaft Menschen wie sie braucht: als drohendes Bild des Elends, damit alle anderen wissen, dass sie das Richtige tun, nämlich arbeiten. In ihrem Buch zeigt Mayr, warum wir die Geschichte der Arbeit neu denken müssen: als Geschichte der Arbeitslosigkeit. Und wie eine Welt aussehen könnte, in der wir die Elenden nicht mehr brauchen, um unseren Leben Sinn zu geben.

 

Weiterlesen:

Unsere Lesetipps zum Thema Verwandlung

Ohne Verwandlungen wären die meisten Geschichten vermutlich ganz schön langweilig. Neben den Prozessen, die literarische Figuren durchmachen, verwandeln sie oft auch ihre Lesenden ein bisschen. Unsere Redaktion hat ein paar Lesetipps zum Thema zusammen getragen. Bist du bereit für eine Veränderung?

Lesetipp: Books Club Bremen empfiehlt

Wie wird aus einer passiven Beobachter*in eine Person, die sich selbst ermächtigt, Grenzen überschreitet und Befreiung sucht? Im Roman „Honey“ beschreibt Imani Thompson die Verwandlung ihrer Protagonistin Yrsa. Lies nach, warum Alina Koch dieses Buch empfiehlt!

Satzwende: Julia Weber

Ein Mensch wird zum Regenwurm - was löst das aus? In unserer Kolumne Satzwende erzählt Julia Weber von ihrer Figur Ruth und der Kraft der Verwandlung. Bei ihrer Lesung in Bremen kannst du noch mehr über das Thema erfahren.