Gästebuch: Heinrich Steinfest

Bild von Gästebuch neben Blume mit Hand
© Rike Oehlerking

Schreiben ist für mich…

...das tägliche Brot, mit der erstaunlichen Eigenschaft, jeden Tag ein wenig anders zu schmecken. 

Ich lese am liebsten…

...alles, was mir hilft, zu verstehen, warum ich tue, was ich tue.

Ich finde, man sollte viel öfter…

...früher ins Bett gehen und der Welt damit ein wenig mehr Zeit geben, sich vom Menschen zu erholen.

Bremen ist für mich…

...eine Stadt aus meiner Kindheit – Sie wissen schon, jene tierischen Musikanten –, später dann ergänzt durch die überraschende Einsicht, daß diese Stadt wirklich existiert, im Gegensatz zu manch anderer märchenhafter Stadt.

Als nächstes möchte ich…

...mein nächstes Buch schreiben.

Die LiteraTour Nord…

...hat neben der Ehre, an ihr teilnehmen zu dürfen, den großen Vorteil, nicht kreuz und quer durch Deutschland reisen zu müssen, um zu präsentieren, was man da zuletzt geschrieben hat, sondern gewissermaßen wie auf einer Insel unterwegs zu sein.

Porträt von Heinrich Steinfest
© Burkhard Riegels
Buchcover von Heinrich Steinfest: Amsterdamer Novelle

Heinrich Steinfest

wurde 1961 geboren. Albury, Wien, Stuttgart – das sind die Lebensstationen des erklärten Nesthockers und preisgekrönten Autors, der den einarmigen Detektiv Cheng erfand. Er wurde mehrfach mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet und bereits zweimal, 2006 und 2014, für den Deutschen Buchpreis nominiert. 2016 erhielt Steinfest außerdem den Bayerischen Buchpreis für Das Leben und Sterben der Flugzeuge (Piper 2016).

Zuletzt erschien von Heinreich Steinfest die Amsterdamer Novelle (Piper 2021): knapp, pointiert und rasant. Sie endet, wie sie beginnt, mit einem Foto vom Kölner Roy Paulsen, wo er nicht sein kann, in Amsterdam. Er ist nie dort gewesen, und doch sieht man, wie er mit dem Rad an einer Gracht entlangfährt. Paulsen könnte dieses Bild als kuriose Verwechslungsgeschichte abtun. Genau das aber tut er nicht – Paulsen fährt nach Amsterdam und macht sich auf die Suche nach dem Haus, das hinter dem Radfahrer zu sehen ist. Und gerät in eine tödliche Auseinandersetzung, die sein Leben in eine neue Richtung lenkt – genau auf den Moment des Fotos zu.

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Einheitsbrei des Grauens

Eine Weltmacht legt den Rückwärtsgang ein - Gianna Lange denkt in ihrem Essay über die Gefahren des Rückschritts nach. Ein Rückschritt, der andernorts beginnt, aber auch unsere bunte Gesellschaft bedroht. Gianna Lange ist Teil des Kollits, des Jungen Kollektivs für Literatur in Bremen.