Gästebuch: Julia von Lucadou

Bild von Gästebuch neben Blume
© Rike Oehlerking

Schreiben ist für mich...

...ein Weg, die Welt besser zu verstehen.

Ich lese am liebsten,...

...auf einer versteckten Bank im Kölner Melatenfriedhof.

Ich finde, man sollte sich viel öfter...

...umarmen.

Bremen ist für mich...

...ein Mysterium, weil ich bisher noch nie dort war.

Als nächstes möchte ich...

...etwas Überraschendes erleben.

Und weil es im April unser Ausgabenthema ist: Randzonen...

...sind die interessantesten Zonen.

Julia von Lucadou liest am 20. April um 20 Uhr im Kulturzentrum Lagerhaus aus Tick Tack.

Hier geht's zur Veranstaltung

Portait von Julia von Lucadou
© Guido Schiefer

Julia von Lucadou

wurde 1982 in Heidelberg geboren und ist promovierte Filmwissenschaftlerin. Sie arbeitete als Regieassistentin, Redakteurin beim Fernsehen und als Simulationspatientin; sie lebt in Biel, New York und Köln. Ihr erster Roman Die Hochhausspringerin (Hanser 2018) stand auf der Shortlist für den Schweizer Buchpreis und wurde mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet.

Tick Tack (Hanser 2022) ist der neue Roman von Julia von Lucadou. Darin geht es um die 15jährige Mette. Bevor sie sich auf die U-Bahngleise legt, kündigt sie in TikTok-Videos ihr Vorhaben an. Niemand reagiert – gerettet wird sie trotzdem. Der Selbstmordversuch verwirrt ihr privilegiertes Umfeld: Bislang hat sie professionell die Leistung des hochbegabten Kindes abgeliefert – Mettes Strategie, um unter dem Radar einer Welt zu bleiben, deren Verlogenheit sie frustriert. Dann lernt sie Jo kennen, zehn Jahre älter, brillant und voller Wut, ein Verbündeter. Als Anti-Influencer hat er sich ein Following aufgebaut und rekrutiert Mette für den Kampf gegen den Mainstream. Ein Spiel beginnt, dessen Regeln sie nicht durchschaut.

Weiterlesen:

Antonio Muñoz Molina im Interview

Antonio Muñoz Molina ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Spaniens und als Repräsentant des Gastlandes eröffnet er dieses Jahr die Frankfurter Buchmesse. Im Interview hat er uns verraten, was das für ihn bedeutet und woran er gerade arbeitet. Hier könnt ihr das Interview lesen – auf Deutsch y naturalmente en versión original.

Satzwende: Christian Diaz Orejarena (1/2)

In Christian Diaz Orejarenas Comic-Kolumne geht es nach Kolumbien zu den sogenannten Lengerke-Wegen, benannt nach einem deutschen Großunternehmer aus dem 19. Jahrhundert. Eine Karnevalsmaske nimmt uns mit hinter die Fassade der Heldengeschichte des wirtschaftlichen Aufschwungs und zeigt die Ausbeutung und Gewalt, die dahinterliegen.

Jürgen Alberts: Lesezeichen

Passend zum herbstlichen Wetter heißt das Lesezeichen in dieser Ausgabe "Ich will keine Winter mehr!" und lässt uns auf den nächsten Winter blicken und wo man ihm entgehen kann. Lies rein ins Gedicht von Jürgen Albert, in dem sich Verse auf Deutsch mit welchen auf Spanisch abwechseln.