Gästebuch: Dinçer Güçyeter

Bild von Gästebuch neben Blume
© Rike Oehlerking

Schreiben ist für mich...

...Kopf- und Körperarbeit. Das Tor zu einer Werkstatt mit allen möglichen Ideen und Werkzeugen.

Ich lese am liebsten...

...Texte von Frauen. Weil offener und verletzlicher...

Ich finde, man sollte viel öfter...

...mit Pinguinen Schlitten fahren und Tom & Jerry schauen. 

Bremen ist für mich...

...(noch) ein Märchen aus meiner Kindheit.

Als nächstes möchte ich...

...recherchieren, wie es möglich ist, einen Esel als Haustier anzuschaffen. Ich sehe in jedem Esel einen Lyriker.

Bei den Iranischen Abenden freue ich mich auf...

...Gedichte, Menschen, Gespräche. Wir haben einiges zu erzählen.

Und weil es im September unser Ausgabenthema ist: Wohnen...

...ist für mich kein Thema einer festen Adresse. Überall, wo ich mit meiner Familie bin und arbeiten kann, ist für mich eine Wohnfläche.

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Dinçer Güçyeter

wurde 1979 geboren. 2012 gründete er den Elif Verlag mit dem Programmschwerpunkt Lyrik. Es folgten Einzelbände und Anthologien mit bundesweit zahlreichen Lesungen. 2017 erschien Aus Glut geschnitzt und 2021 Mein Prinz, ich bin das Ghetto. Güçyeters Gedichte sind radikal, weil sie ganz tief nach den Wurzeln seiner Herkunft graben, gründlich das Geflecht familiärer Bindungen ausleuchten, die Herausforderungen des Aufbruchs ins Neue, ins Ungewisse, den manchmal tödlichen Clash gesellschaftlich tradierter Vorstellungen mit anderen Lebensweisen. Ob die Texte ihren geografischen Ort in einem anatolischen Dorf oder in der Prostituierten-Szene Istanbuls haben, in einem kindlichen Fantasiereich oder in der niederrheinischen Provinz, der Gedichtband Mein Prinz, ich bin das Ghetto verwebt sie zu einer die Vielfalt der menschlichen Existenz umspannenden Welt.

Portrait Dincer Gücyeter
© palagrafie

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Antonio Muñoz Molina im Interview

Antonio Muñoz Molina ist einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Spaniens und als Repräsentant des Gastlandes eröffnet er dieses Jahr die Frankfurter Buchmesse. Im Interview hat er uns verraten, was das für ihn bedeutet und woran er gerade arbeitet. Hier könnt ihr das Interview lesen – auf Deutsch y naturalmente en versión original.

Satzwende: Christian Diaz Orejarena (1/2)

In Christian Diaz Orejarenas Comic-Kolumne geht es nach Kolumbien zu den sogenannten Lengerke-Wegen, benannt nach einem deutschen Großunternehmer aus dem 19. Jahrhundert. Eine Karnevalsmaske nimmt uns mit hinter die Fassade der Heldengeschichte des wirtschaftlichen Aufschwungs und zeigt die Ausbeutung und Gewalt, die dahinterliegen.

Lesezeichen: Jürgen Alberts

Passend zum herbstlichen Wetter heißt das Lesezeichen in dieser Ausgabe "Ich will keine Winter mehr!" und lässt uns auf den nächsten Winter blicken und wo man ihm entgehen kann. Lies rein ins Gedicht von Jürgen Albert, in dem sich Verse auf Deutsch mit welchen auf Spanisch abwechseln.