Gästebuch: Frank Witzel

Bild von Gästebuch neben Blume mit Hand
© Rike Oehlerking

Schreiben ist für mich...

...Alltag.

Ich lese am liebsten...

...Gedrucktes.

Ich finde, man sollte viel öfter...

...weniger machen.

Bremen ist für mich...

...die Stadt des Beat Club.

Als nächstes möchte ich...

...einer Tee trinken.

Bei der LiteraTour Nord freue ich mich auf...

...das Publikum.

Und weil es im Januar unser Ausgabenthema ist: Zugehörigkeit...

…ist dort am schwersten, wo sie am wichtigsten ist.

Portrait Frank Witzel
© Julia von Vietinghoff

Frank Witzel

veröffentlichte seit seinem ersten Lyrikband 1978 mehr als ein Dutzend Bücher. Für Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969 erhielt er den Deutschen Buchpreis 2015. Für seinen Roman Direkt danach und kurz davor war er für den Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2017 nominiert. Er hatte Poetikdozenturen in Heidelberg, Tübingen und zuletzt die Friederichs-Stiftungsprofessur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach inne. Die fernen Orte des Versagens erschien 2023.

Witzel erzählt darin Geschichten, die ineinandergreifen, und Geschichten in Geschichten. Ausgehend von Alltagssituationen bohrt sich der Erzähler gemeinsam mit seinen Figuren unerbittlich bis an den Grund der Bedingungen des Menschseins. Ein Pilzsammler findet im Wald eine Leiche und versucht, mögliche Konsequenzen zu umgehen; ein Paar fährt zu einem Fotoshooting auf den Todtnauberg; eine Frau mit einem Pferdewunsch muss sich mit den noch ausgefalleneren Wünschen ihrer Partner auseinandersetzen; ein Anwalt entwickelt an einem freien Nachmittag die Theorie der unlogischen Sekunde; eine Frau gerät durch Zufall in ein abgelegenes Dorf, in dem sie verschiedenen Mechanismen des Begehrens ausgesetzt wird; eine andere Frau versucht sich durch ein Voodoo-Ritual vor einem drohenden Schicksalsschlag zu bewahren.

Weiterlesen:

Satzwende: Stephan Lohse

Die Satzwende von Stephan Lohse zum Thema Haut erinnert an den Anschlag auf die Synagoge der Jüdischen Gemeinde zu Halle. Ein Text, der unter die Haut geht. Über ihn spricht Lohse auch bei seiner Lesung in Bremen in der Reihe Satzwende.