Ausstellung: Erich Fried wird 100

Banner zur digitalen Ausstellung zum 100. Geburtstag von Erich Fried in der Grass Galerie Digital
© Medienarchiv Günter Grass Stiftung Bremen

Erich Fried ist einer der kontroversesten Autoren, Lyriker und Komiker der Nachkriegszeit. Die politische Lyrik des Österreichers rüttelte Deutschland auf – und gewann hier Fans, dort harte Kritiker. Als Jude spürte er den Antisemitismus im Nazi-Deutschland hautnah. Nachdem sein Vater von der Gestapo getötet wurde, veränderte sich Frieds Leben in grundlegenden Zügen und er nahm seine schriftstellerische Arbeit auf. In den folgenden Jahrzehnten überraschte und polarisierte der Autor auch als Professor, Übersetzer und Lyriker.

Die Grass Galerie Bremen eröffnet am 25. April ihre Ausstellung, die dem Österreicher gewidmet ist. Unter dem Titel Ich soll mich nicht gewöhnen leben Erich Frieds Gedanken erneut auf. Zum Thema Gedenken schrieb Fried selbst:

„Erinnern

das ist

vielleicht

die qualvollste Art

des Vergessens

und vielleicht

die freundlichste Art

der Linderung dieser Qual“

Text: Nathalie Schrader

Weiterlesen:

Unsere Lesetipps zum Thema Verwandlung

Ohne Verwandlungen wären die meisten Geschichten vermutlich ganz schön langweilig. Neben den Prozessen, die literarische Figuren durchmachen, verwandeln sie oft auch ihre Lesenden ein bisschen. Unsere Redaktion hat ein paar Lesetipps zum Thema zusammen getragen. Bist du bereit für eine Veränderung?

Lesetipp: Books Club Bremen empfiehlt

Wie wird aus einer passiven Beobachter*in eine Person, die sich selbst ermächtigt, Grenzen überschreitet und Befreiung sucht? Im Roman „Honey“ beschreibt Imani Thompson die Verwandlung ihrer Protagonistin Yrsa. Lies nach, warum Alina Koch dieses Buch empfiehlt!

Satzwende: Julia Weber

Ein Mensch wird zum Regenwurm - was löst das aus? In unserer Kolumne Satzwende erzählt Julia Weber von ihrer Figur Ruth und der Kraft der Verwandlung. Bei ihrer Lesung in Bremen kannst du noch mehr über das Thema erfahren.