Liest du mit mir?

Zwei Personen lesen zusammen
© Lissi Savin

Alleine mit einem Buch auf dem Sofa eingekuschelt lesen - das klingt verlockend! Aber was dann? Über ein gutes (oder schlechtes!) Buch ins Gespräch zu kommen, macht nicht nur Spaß, sondern macht das Gelesene auch umso intensiver. Doch nicht jede*r Nachbar*in, Partner*in oder Freund*in ist die geborene Leseratte und hat noch dazu den gleichen Geschmack. Was jetzt?

Wie wäre es mit einem Buddy Read, einem Buchclub im Kleinen? Ich habe zum Beispiel ein Buch, das schon seit Langem in meinem Regal verstaubt. Im Januar habe ich mich mit einer Freundin verabredet: Wir lesen beide das Buch und tauschen uns regelmäßig darüber aus. Was hat uns gefallen? Was fällt uns beim Lesen auf? Sehen wir Querverbindungen? Was verstehen wir nicht? Plötzlich ist es gar keine große Hürde mehr, das Buch zu lesen.

Buddy Reading ist ein Phänomen, das insbesondere durch die Plattform Instagram bekannt geworden ist. Auf dem sogenannten Bookstagram - also dem Instagram für Bücher - finden sich Buchmenschen, verabreden sich zum gemeinsamen Lesen und posten darüber. Natürlich geht das auch ganz ohne Instagram. Die Stadtbibliothek Bremen bietet eine Buddy Reading Börse, über die man andere Lesebegeisterte finden kann. Probier's doch mal aus!

Hier gibt's mehr Infos über das Buddy Reading in der Stadtbibliothek.

Weiterlesen:

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Autor Lion Christ nimmt dich in seiner Satzwende "Schon wach" mit durch die Stadt: durchs würzig riechende Treppenhaus, entlang der dunstigen Baustelle, durch den Park. Mit seinem Text ist er am 16. April auch in der Lesereihe Satzwende zu Gast.

Queerer Kanon?!

Kanon geht auch anders als Goethe, Schiller und Heine - nämlich queer, intersektional und multiperspektivisch! Wie genau, das zeigen Tobias Schiller und Marlon Brand mit ihrem Newsletter-Magazin Queerer Kanon. Im Interview verrate sie, was dahinter steckt.