Draußen auf dem Schulhof.
Die Sonne scheint. Hitze.
Gute Laune. Viele lachen.
Alle schwitzen. Hitze.
Kind mit Eis in einer Waffel.
Das Eis beginnt zu schmelzen. Hitze.
Bald sind Sommerferien.
Pläne. Urlaub. Schwimmen. Hitze.
Mann mit blauem T-Shirt.
Brille auf dem Boden. Ein Fest.
Glücklich sein. Im Sommer.
Das Gras auf der Wiese ist schon gelb.
Zwei Feuerwehrmänner rollen die Schläuche ein.
Das Blaulicht blinkt.
Zwei Schülerinnen reden, dass einer aus der Schule verhaftet wurde.
Alles nur Gerüchte.
Als es Chaos gab, wurden zwei Kinder entführt.
Alles nur Gerüchte.
Eine wurde vom Alarm ohnmächtig. Es war eine alte Dame und ein Rettungswagen kam.
Alles nur Gerüchte.
Aber Gerüchte sind hartnäckig und werden noch lang über den Schulhof laufen.
Ein Blatt fällt vom Baum.
Ein abgerissenes Schulfestplakat liegt auf dem Boden.
Das ist kein Gerücht.
Der Bremer Schulhausroman
ist ein kulturelles Bildungsprojekt, in dem Gesamt- und Oberschulklassen unter Anleitung von professionellen Autor*innen ihren ersten Roman schreiben. In den Workshops haben Jugendliche die Möglichkeit, ihre eigenen Themen in einer kreativen Atmosphäre umzusetzen und einen neuen Zugang zu Literatur zu finden. Das Projekt richtet sich gezielt an Schüler*innen, die einen erhöhten Förderbedarf in der Sprachentwicklung haben.
Im Schuljahr 2025/26 ist an der Gesamtschule West der Schulhausroman Der Anfang vom Ende unter der Anleitung der Autorin Donka Dimova entstanden. Im Juni ist der Roman im Bremer Schünemann Verlag erschienen.